Seit 1935
Die Gründung der Feuerwehr Halbemond
Am 16. Mai 1935 fand in Hage im Hotel “ Weißes Haus” die Gründungsversammlung des Feuerlöschverbandes Hage - Lütetsburg statt. Der
Kreisfeuerwehrführer Tjaden hatte zu diesem Zweck die Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden Lütetsburg, Hage, Hagermarsch,
Halbemond, Berumbur, Großheide und Berumerfehn sowie die Wehrmänner der schon bestehenden Wehren aus Lütetsburg und Hage
eingeladen. Das ein großes Interesse an der Gründung bestand, ging klar aus dem starken Besuch der Versammlung hervor. Es hatten sich
etwa 150 Personen eingefunden. Auch der Norden Wehrführer Remmers war nach Hage gekommen.
Die beiden Freiwilligen Feuerwehren Hage und Lütetsburg wurden aufgelöst und sollten zusammen mit den anderen Gemeinden zu einer
Verbandswehr zusammengeschlossen werden. Dieses sollte den Zweck einer größeren Schlagkraft der Feuerwehren erhöhen.
Zum Protokollführer wurde der Feuerwehrmann Buß von der Hager Wehr ernannt. Hauptbrandmeister wurde Brandmeister Bogena aus
Lütetsburg und dessen Stellvertreter Oberbrandmeister Meinen aus Hage. Zu Stoßtruppführern der neu gegründeten Wehren wurden als
kommissarische Löschmeister berufen.
Für Berumerfehn : Peter Bröckelmann
Für Halbemond: Engelbart Brüling
Für Hagermarsch: Eberhard Meyer
Für Großheide: Peter Janssen
und für Berumbur: Eberhard Scheepker.
Nachdem die Wehrmänner über ihre neuen Aufgaben, Rechten und Pflichten belehrt wurden, schloß der Kreiswehrführer die
Versammlung mit den besten Wünschen für die Entwickllung der neuen Wehren mit einem dreifachen “ Gut Wehr”.
Jeder Bürger in den einzelnen Gemeinden, so auch in Halbemond, der durch den alten Wahlspruch “ Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr
“ geworben wurde, konnte noch bis zum 1 Juni 1935 in die Feuerwehr eintreten.
Gründungsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Halbemond, 16 Mai 1935
v.l. Jan Gronewold, Engelbart Brüling, Habbert Ackermann, Harm Freese, Enno Biel, Johann Gronewold, Harm Dehne, Edo de Buhr, Hinrich
Dehne, Poppe Bontjes
Von der Handdruckspritze bis zum Löschfahrzeug
Zunächst wurde eine Handdruckspritze von der Feuerwehr Lütetsburg übernommen. Dieses Gerät mußte von den Pferden der Landwirte
aus der nähren Umgebung zum Brandort gezogen werden. Wie ein altes Dokument beweist, verlief dieses nicht immer reibungslos.
Später wurde ein Tragkraftspritzenanhänger in Dienst gestellt. Dieser Anhänger mußte von allen Männern gezogen werden, bis ein
Kraftfahrzeug der Marke “Wanderer” angeschafft wurde. Ein schnellerer Einsatz war jetzt schon gewährleistet. 6. Wehrmänner konnten
darin Platz nehmen. Alle anderen mußten mit dem Fahrrad zum Brandort eilen. Löschwasser wurde aus den angelegten Löschteichen und
aus dem Berumerfehnkanal entnommen.
1957 übernahm die Halbemonder Wehr ein 1942 gebautes Löschfahrzeug von der Norder Wehr. Es war ein Mercedes LF8. Dieses
Fahrzeug wurde damals an einem Autoliebhaber übergeben, und war auch noch im Jahr 1985 Fahrbereit.
Einen neuen Opel Blitz erwarb die Feuerwehr im Jahre 1964. Dieses Löschfahrzeug war 19 Jahre lang der ganze Stolz der Wehr. Dank der
sehr guten Pflege und Wartung durch unseren damaligen Gerätewart, wurde das Löschfahrzeug auch noch nach fast 20 jähriger
Einsatzzeit für fast neu beurteilt.
1983 wurde von dem damaligen Samtgemeindebürgermeister Walter Lütjens ein neues Löschgruppenfahrzeug ( LF8 ) von der Marke
Mercedes übergeben. Dieses Fahrzeug ist noch bis heute in unserem Besitz und voll Einsatz bereit. ( siehe Bild )
Handdruckspritze:
Diese Handdruckspritze übernahm die Feuerwehr Halbemond von der Feuerwehr Lütetsburg. (Das Bild
wurde uns von der Feuerwehr Lütetsburg zur Verfügung gestellt.)
Wanderer mit TSA:
Unser Wanderer mit Tragkraftspritzenanhänger. Einsatzzeit bis 1957
Löschgruppenfahrzeug:
1957 übernahm die Feuerwehr Halbemond diesen LF8 Bj. 1942 von der Norder Feuerwehr.
Einsatzzeit von: 1957 - 1964
LF 8 Opel Blitz
Einsatzzeit: 1964 - 1983
Löschgruppenfahrzeug:
1983 wurde das alte Fahrzeug durch ein neues Löschgruppenfahrzeug der Marke Mercedes ersetzt.
Einsatzzeit von: 1983 - heute
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